Sonnensegel-Montage - so gelingt die Befestigung
Ein Sonnensegel spendet nicht nur Schatten, sondern schafft auch eine angenehme Atmosphäre im Außenbereich. Damit es seine Funktion jedoch zuverlässig erfüllen kann, muss eine fachgerechte Sonnensegel-Montage erfolgen. Aber auf welche Aspekte muss bei der Befestigung und der Selbstmontage eines Sonnensegels geachtet werden? Hier erhalten Sie alle nötigen Informationen im Vorfeld, um sich Zeit und Kosten zu sparen.
Wichtiges vor der Montage eines Sonnensegels
Unabhängig davon, ob Sie die Montage des Sonnensegels durch eine Firma veranlassen oder eine Sonnensegel-Selbstmontage bevorzugen, müssen vorher einige Schritte abgearbeitet werden. Bestimmte Aspekte müssen bedacht werden, sodass dem Montageprozess nichts mehr im Wege steht.
Anleitung zum Ausmessen
Bevor das passende Sonnensegel bestellt und selbst oder durch Dritte montiert werden kann, werden zunächst die richtigen Maße benötigt. Falls die Befestigungspunkte schon fest montiert sind, können Sie beim Ausmessen wie folgt vorgehen:
1. Hängen Sie die Seil- oder Wantenspanner im 1/2 bis 3/4 ausgefahrenen Zustand für Valmex/Soltis/Markisenstoff und PVC in die Befestigungspunkte ein. Für die MeshMaterialien müssen Sie die Seil-/Wantenspanner im vollständig ausgefahrenen Zustand in die Befestigungspunkte einhängen.
2. Hängen Sie nun ein Seil oder eine Schnur in die Haken des Spannschlosses ein und bilden Sie so die Konturen des Segels nach. Wichtig: Das Seil umlaufend einhängen und nicht Seite für Seite, damit sich die Spannelemente zur Winkelhalbierenden ziehen.
3. Messen Sie nun die einzelnen Seilseiten ab. Bei Sonderformen (nicht bei Dreieck oder gleichschenkligem Rechteck) wird ein Diagonalmaß oder ein Winkelmaß benötigt sowie eine Handskizze (als Draufsicht dargestellt). Eine einfache Skizze reicht hier als Bild per E-Mail oder WhatsApp vollkommen aus.
4. Das Segel muss von der Zugrichtung her richtig montiert sein. Der Befestigungspunkt muss in Verlängerung zur Winkelhalbierenden sein (siehe nachfolgende Skizze, der Pfeil entspricht der Zugrichtung), damit es richtig gespannt werden kann.
Weitere Details und Tipps zum Aufmaß-Nehmen finden Sie in unserer Aufmaßanleitung.
Die spezielle Form
Die wenigsten Kunden vermuten, dass ein Sonnensegel einer klar definierten Geometrie unterliegen muss, damit es faltenfrei montiert werden kann. Ein scheinbar rechteckiges Segel erweist sich bei genauer Betrachtung als Fläche mit bogenförmigen Seitenrändern.
In diesem Punkt unterscheidet sich ein Qualitäts-Sonnensegel von einer Plane mit Ösen. Die Seitenränder eines Segels sind optimal als Innenbögen (Konkaven) ausgeformt. Aus dieser geometrischen Form ergeben sich folgende Besonderheiten:
- Vorteil: Die geometrische Form reagiert flexibel auf Zugkräfte und verändert sich entsprechend.
- Ziel: Eine möglichst faltenfreie Verspannung des Segels wird angestrebt.
- Hinweis: Leichte Züge und Falten können dennoch vereinzelt auftreten.
Damit die Kräfte gleichmäßig in die Form eingeleitet werden, ist jede Ecke mit einem Edelstahl-Ring in einer D-Form verarbeitet. Ein Einreißen ist somit ausgeschlossen. Die umlaufende Schnittkante ist doppellagig ausgeführt mit einem innenliegenden Gurtband und sichert eine hohe Festigkeit.